Museen

HEIMATKUNDEMUSEUM UND GALERIE ČESKÁ LÍPA
Das Heimatkundemuseum mit Galerie befindet sich im Gebäude des ehemaligen Augustinerklosters, das im Jahre 1627 von Albrecht von Wallenstein errichtet worden war. Das Museum gehört zu den Heimatkundemuseen mit überregionaler Bedeutung. Das Museum blickt auf eine mehr als einhundert jährige Geschichte zurück. Besucher finden dort naturkundliche, historische, heimatkundliche, künstlerische, ethnographische, archäologische und Buchsammlungen. Obwohl die Hauptaktivität in der Dokumentation der Gegend von Česká Lípa besteht, besitzt das Museum dank wichtigen örtlichen Sammlern einmalige Gegenstände und Naturalien aus verschiedenen Gebieten Europas, Asiens, Afrikas, Australiens und Amerikas. Zweigstellen des Heimatkundemuseums sind: K. H. Mácha - Gedenkstätte in Doksy, Dorschulzenhaus von Víska in Kravaře oder das Breda-Lustschloss in Lemberk.

K. H. MÁCHA- GEDENKSTÄTTE IN DOKSY
An der Kreuzung der Straßen Komenského, Valdštejnská und Máchova steht das älteste Haus von Doksy, das sogenannte Spittel. Es handelt sich um ein Blockhaus mit Schindeldach und Türmchen, das alle vernichtenden Brände überlebte. Die Gräfin Marie Franziska, geborene von Vrtba, die zweite Ehefrau von Christoph Ferdinand von Heissenstein ließ das Haus im Jahre als Armen- und Waisenhaus 1669 errichten. Später diente es als Hospiz. Das Haus wurde saniert und seit 1960 befindet sich dort eine Gedenkstätte für den Schriftsteller Karel Hynek Mácha. Dort ist eine ständige Ausstellung zum Leben, Werk und zur Zeit dieses bedeutenden tschechischen romantischen Dichters (1810 – 1836) zu sehen. 1999 wurde in der Gedenkstätte eine weitere Ausstellung installiert, die die Entwicklung der Fischerei und Teichwirtschaft in der Gegend von Česká Lípa nahe bringt. Die Teichwirtschaft in der Gegend von Česká Lípa gehörte zu den wichtigsten Fischzuchtgebieten der Tschechischen Republik und stellt neben der Land- und Forstwirtschaft eine wertvolle von Nutzung des Naturreichtums der Region Česká Lípa das. Gedenkstätte ist eine Zweigstelle des Heimatkundemuseums und Galerie Česká Lípa.

DAS BÖHMISCHE TOR (ČESKÁ BRÁNA) IN BĚLÁ POD BEZDĚZEM
Bělá pod Bezdězem (dt. Weißwasser) wurde gleich seiner Gründung Anfang des 14. Jahrhundert befestigt. Die Stadtmauer wurde mit fünf Toren und einer „Pforte“ ausgestattet, die man zum Wasserholen unterhalb der Stadt nutzte. Das einzige erhaltene Stadttor ist das westliche, das sog. Böhmische Tor. Der um das Jahr 1522 erheblich gekürzte Turm ist heute einschließlich Pyramidendach knapp 13 m hoch. Der Bau des Stadttores fällt in die Zeit der Stadtgründung, so dass ein Bauzeitraum in den Jahren 1304 – 1337 angenommen werden kann. Das Böhmische Tor wurde 2003/2004 saniert. Heute befindet sich hier die Galerie von Frau Světlana Žalmánková.

MUSEUM BĚLÁ POD BEZDĚZEM
Das Museum befindet sich im Schloss. Den Besuchern bietet es in zwei Räumen die Dauerausstellung „Die Geschichte des Landes am Bezděz - Historie Podbezdězí”, die die Geschichte der Gegend von der Urzeit bis zum 19. Jahrhundert näher bringt. Beachtenswert sind vor allem die Dokumente über die Beziehung des tschechischen romantischen Dichters Karel Hynek Mácha und des Komponisten Bedřich Smetana zu Bělá und seine Umgebung. In den übrigen drei Räumen, unter denen vor allem ein großer Raum mit kürzlich sanierter Kassettendecke herausrangt, werden kurzzeitige Ausstellungen veranstaltet.