Naturschönheiten

NATURDENKMAL PEKLO
Das Naturdenkmal wurde durch die Felsenschlucht im Tal des Robečský-Bachs in der Länge von 4 km zwischen den Orten Zahrádky und Česká Lípa geformt. Es handelt sich um eine stellenweise bis zu 60 m breite und 35 bis 45 m tiefe Felsenkluft im Tal. Die Kluft entstand durch den Bach Robečský potok und seine Zuflüsse im Zeitalter des mesozoischen Sandsteines. Sie ist nicht nur für Touristen, die den hiesigen Lehrpfad benutzen, sondern auch für Geologen von Interesse. Die Felswände weisen verschiedene geomorphologische Formen wie Waben, Überhänge, Klüfte, Eisenablagerungen usw. auf. Der Grund der Schlucht wird von Bachsedimenten bedeckt, auf denen sich typische Wiesengemeinschaften entwickelt haben. Auf den geschützte Wiesen hier sind vor allem im Frühling viele Pflanzenarten zu finden wie Schneeglöckchen, Gefleckter Aronstab, Schlangenwurz, usw. Das Tal wurde bereits 1976 zum Naturdenkmal erklärt. Das Tal des Robečský-Bachs bietet günstige Lebensbedingungen für 148 Wirbeltierarten, unter denen sich auch der Große Uhu und der Flussotter befinden. Die Existenz von 78 nistenden Vogelgemeinschaften z.B. des Eisvogels ist nachgewiesen. An interessanten Säugetieren ist hier der Fischotter zu nennen. Das Gebiet wurde bereits 1967 zum Naturschutzgebiet erklärt.

NATURSCHUTZGEBIET BŘEHYNĚ-PECOPALA
Etwa 3 km östlich von Doksy befindet sich ein 903 ha großes Gebiet, das vom Teich Břehyňský rybník mit angrenzenden Schilfflächen, Mooren, Sumpfwiesen und einem Sandsteinplateau besteht, das mit Kiefer- und Buchenwäldern bewachsen ist. Im Naturschutzgebiet kommen viele bedrohte Pflanzen- und Tiergemeinschaften vor. Die größten Gemeinschaften bilden die Wasserpflanzen, Uferschilf, hohes Riedgras und Moore. Das Schutzgebiet ist auch Nistplatz der Großen Rohrdommel, des Grauen Kranichs und des Seeadlers. Die reiche Fauna zeigt sich auch im Vorkommen von Amphibien wie der Kreuzotter und des Feuersalamanders. Das Gebiet des Břehyňský-Teichs ist seit 1991 der Ramsar-Konvention zum Schutz international wichtiger Sümpfe unterstellt. 1994 wurde das Naturschutzgebiet vom Europarat als eines von zwei Schutzgebieten in Tschechien in die Liste der biogenetischen Reservate aufgenommen. Im Jahre 2002 wurde hier ein Vogelschutzreservat im europäischen System NATURA 2000 vorgeschlagen.

SWAMP
Das nationale Naturdenkmal (1,45 ha, ausgerufen im Jahre 1972) befindet sich auf am Südostufer des Mácha-Sees. Am Standort wurden mehr als 170 Algenarten gezählt und viele neue Gemeinschaften entdeckt. Höhere Pflanzen sind vor allem durch den fleischfressenden Rundblättrigen Sonnentau und das besonders gefährdete Weiße Schnabelried vertreten. Das Schutzgebiet Swamp ist an seinen Randzonen auf dem gelben, um Mácha-See herumführenden Wanderweg zugänglich.

PROVODÍNSKÉ KAMENY (Felsen von Provodín)
Die Felsen von Provodín sind ein Naturdenkmal, das aus einem auffälligen Basalthügel, dem Felsen Lysá skála (419 m) besteht und vor allem durch das Vorkommen thermophiler Flora bekannt ist. Der Felsen befindet sich in der Nähe des Orts Provodín (8 km nördlich von Doksy). Der 1956 zum Schutzgebiet erklärte Standort hat eine Fläche von 3,5 ha. Geschützt sind hier für Felsensteppen typische Pflanzengemeinschaften auf dem Berg selbst sowie ein Eichen- und Hainbuchenwald am Fuße des Bergs mit einem Vorkommen der Türkenbundlilie.

BRANIBORSKÁ JESKYNĚ (Brandenburger Höhle) BEI STARÉ SPLAVY
Westlich von Staré Splavy in einem Wald voller romantischer Schluchten verborgen, liegt die Braniborská jeskyně (dt. Brandenburger Höhle). Es handelt sich um einen 44 m langen, 12 m tiefen und 6 m hohen Sandsteinüberhang. Die hiesigen Einwohner nutzen die Höhle, wie eine Inschrift im Felsen verrät, bei Kriegsereignissen als Versteck. Die Inschrift in Form eines Herzens wird von einer Krone geschmückt, deren Spitzen der Buchstabe W (Wallenstein) bildet. Das Herz enthält eine deutsche Inschrift mit dem Datum 21. 12. 1741.

PSÍ KOSTEL (Hundskirche) UND SKALNÍ BRÁNA (Felsentor) IM KUMMERGEBIRGE (Hradčanské stěny)
Die Hundskirche, auch Huss-Kirche genannt, ist ein gegliederter, in eine Höhle übergehender Sandsteinüberhang, die in eine Grotte übergeht. Es handelt sich um eine teilweise zum Tal hin offene Felsengalerie, die an anderen Stellen in Nebenräume im Fels übergeht, die von natürlichen Pfeilern gestützt werden. Die Eckpunkte des Überhangs haben eine Entfernung von 35 m. Die Gesamtlänge der Gänge beträgt 80 m. In einiger Entfernung von den Grotten der Hundskirche befindet sich das Felsentor (Skalní brána). Es überspannt einen Felsvorsprung an dessen Fuß im Gestein häufige mesozoische Fossilien zu finden sind. Die Hundskirche befindet sich 3,5 km westlich von der Ortschaft Hradčany und 5 km von Mimoň. Ein Wanderweg führt hier vorbei.

NATURDENKMAL KAMENNÝ VRCH (Steinhügel) BEI KŘENOV – DUBÁ
Das Naturdenkmal befindet sich 300 m östlich von Křenov und 3 km süd-östlich von Dubá. Es handelt sich um den Überrest einer Bergspitze mit Sandsteinkamm mit interessanter selektiver Verwitterung. Die Sandsteinblöcke enthalten Eisenverbindungen, die verschiedenste Formen wie Rosetten, Dolden, Röhren und verschiedene Mulden entstehen lassen. Einer der Felsblöcke liegt frei auf der Oberfläche. Wegen seiner nur geringen Auflagefläche es ist möglich, den Block einfach zum Wanken zu bringen.

VELKÝ UND MALÝ BEZDĚZ (Der Große und Kleine Bezděz)
Der Große und Kleine Bezděz (Velký und Malý Bezděz) sind zwei Phonolithhügel mit einer Höhe von 603 m (Velký Bezděz mit gleichnamiger gotischer Burg) bzw. 578 m über dem Meeresspiegel (Malý Bezděz) mit bedeutender, natürlicher, nicht forstwirtschaftlicher Vegetation mit auf Geröll wachsendem Laubmischwald. Zu den wertvollen Gemeinschaften der Gipfelfelsen gehören z.B. die Pfingstnelke oder das Grauscheidige Federgras. Das Gebiet ist vor allem ein Biotop, in dem der seltene Bockkäfer Alpin lebt. Am Nordhang des Velký Bezděz befindet sich eine verkarstete Eishöhle. Das Gebiet mit einer Fläche von 28 ha wurde 1993 unter Naturschutz gestellt. Der Malý Bezděz ist dank seines Buchenbestands bereits seit 1949 geschützt.

NATURDENKMAL HUSA (Gans)
Der bewaldete Sandsteinkamm (449 m) liegt südlich vom Ort Vlhošť (dt. Wilschtberg). Beachtenswert sind hier vor allem die ungewöhnlichen geologische Erscheinungen - Scheinrille, d.h. markante Kerben in den Sandsteinblöcken sowie die mit einer Schacht eisenhaltigem Sandstein bedeckten Mikropyramiden, Felsenfester, Sandsteinstalagmiten mit einer Vertiefung auf der Spitze und vor allem eine an eine Gans mit gebeugtem Hals erinnernde Felsformation. Das Gebiet mit einer Fläche von 4 ha wurde 1999 als Naturdenkmal ausgewiesen.

BERG VLHOŠŤ
Der kuppenartige Berg Vlhošť (dt. Wilschtberg) ist mit einer Seehöhe von 614 m die höchste Erhebung des Kummergebirges (Polomené hory). Im Jahre 1998 wurde hier ein Naturschutzgebiet ausgewiesen. Vor allem die erhaltene Landschaften mit blumenreichen Buchenwäldern und ursprüngliche Kiefernforste mit Heidekraut- und Flechtenvorkommen werden geschützt. Der mit Kiefernwäldern bewachsene Teil birgt eine einmalige Welt der Spinnen. Am Standort wurde das Vorkommen bedrohter Vogelarten nachgewiesen. Von den Sandsteinterrassen an den Südwesthängen bieten sich Aussichten in die weite Landschaft. Da diese Terrassen Niststätten zahlreicher bedrohter Vogelarten sind, ist der Zutritt während der Brutzeit verboten.

VRANOVSKÉ SKÁLY (Felsen bei Vranov)
Dieses Naturdenkmal befindet sich 2 km nördlich von Mimoň. Es handelt sich um ein einzigartiges Sandsteingebilde mit Kiefernbestand. Von Mimoň führt eine zwei Kilometer lange Lindenallee mit Winterlinden dorthin, die 1898 aus Anlass des 50. Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef angelegt wurde.